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Erzwungene Wiederholungen

Bei dieser Intensitätstechnik wird nach dem absoluten Versagen noch mit Hilfestellung durch einen Partner weitertrainiert, um so den absoluten Rest aus dem Muskel rauszuholen.
Die positive Phase der Wiederholung, dass heißt die Aufwärtsbewegung des Gewichtes, bei die der Muskel sich kontrahiert, wird durch Hilfe erleichtert. Die negative Phase wird dann wiederum alleine und kontrolliert ausgeführt.
Bsp. Bankdrücken:
Der Trainingspartner hilft bei der positiven Bewegung mit, übernimmt aber nicht die ganze Arbeit, so dass der Trainierende noch genug eigene Kraft aufbringen muss, um das Gewicht zu stemmen und der Muskel so am Maximum arbeitet. Dies wird solange durchgeführt, bis der Trainierende die negative Bewegung nicht mehr alleine ausführen kann.
Bei Klimmzügen ließe sich dies z.B. dadurch realisieren, dass man sich eine Bank unter die Füße stellt und bei Bedarf mit den Beinen nachhilft und hoch drückt.


Eine Spezielle Variante der erzwungenen Wiederholung ist der erzwungene Negativsatz, bei dem gleich ein zu hohes Gewicht gewählt wird, dass einem nicht erlaubt es bei der ersten Wiederholung alleine zu heben, sondern lediglich ermöglicht die negative Phase alleine zu bewältigen. Hierbei wird also gleich mit Hilfestellung trainiert und nicht erst gewartet, bis der Muskel durch vorherige Sätze versagt. Auch dies wird solange durchgeführt, bis die negative
Phase nicht mehr alleine durchführbar ist.
Im Grunde ist die erzwungene Wiederholung nichts anderes als „Betrug am Muskel“, denn eigentlich ist dieser alleine nicht mehr in der Lage die Bewegung durchzuführen.
Deshalb sollte diese Intensitätstechnik auch nur dosiert und von erfahrenen Leuten durchgeführt werden, denn oftmals wird sie falsch ausgeführt. Auch eine saubere Technik und langsame Ausführung ohne Schwung ist hier entscheidend. Dies wird bei dieser Technik oftmals verkannt.



Author : Del Piero